Videoidentifizierung

In Kapitel 10.2. „Videoidentifizierung und Ausweiskopien“ auf Seite 67 des Tätigkeitsberichts weist das BayLDA darauf hin, dass mittels Onlineübertragung eine Fernidentifikation von Personen durchgeführt werden kann.

Fernidentifikation – eine gute Alternative?

Das PostIdent-Verfahren und auch andere Identifikationsverfahren mit Medienbruch haben den Nachteil einer zeitlichen Verzögerung und schaffen Probleme für mobilitätseingeschränkte Menschen. Als Medienbruch wird ein Wechsel des Mediums innerhalb eines Verarbeitungsprozesses beschrieben. Ebenso ist der Einsatz des „elektronischen Personalausweises“ zur Online-Identifikation in der Praxis noch wenig verbreitet.

Aufgrund der mangelnden Praktikabilität dieser Möglichkeiten wurde durch die BaFin ein Verfahren zur Online-Videoidentifizierung gestaltet. Bei korrekter Anwendung des Verfahrens werden die finanzdienstlichen und geldwäscherechtlichen Identifizierungsanforderungen erfüllt.

Besonders wichtig ist das Einholen einer Einverständniserklärung von der betroffener Personen, da der gesamte Identifizierungsprozess sowie Fotos der Person und des dazugehörigen Ausweisdokumentes aufgezeichnet werden.

Weitere Informationen: BaFin-Rundschreiben