Neue Serie der Panama-Papers

Neue Serie der Panama-Papers legt geheime Deals in Afrika offen

Am 25. Juli hat das internationale Consortium investigativer Journalisten (ICIJ) - Initiatoren der Panama-Papers - in Zusammenarbeit mit mehr als 12 Nachrichtenorganisationen in Afrika frische Details über Unternehmensgeheimnisse und versteckte Vermögen in Afrika, dem ärmsten Kontinent der Welt, veröffentlicht. Die Veröffentlichung beinhaltet unter anderem Informationen über die Mittelsmänner und über die hunderte Millionen Dollar vermuteter Bestechungsgelder im Zusammenhang mit Gas und Ölverträgen in Algerien gezahlt wurden. Auch beinhalteten die Dokumente Informationen über Offshore Investitionen inklusive einer Yacht und eines Privatjets eines Nigerianischen Öl und Gas Magnats in Verbindung mit einem 1,8 Milliarden Dollar Ölskandal.

Machenschaften des Farid Bedjaoui

Im Mittelpunkt der Ermittlungen im rahmen der Panama-Papers steht Farid Bedjaoui, ein Neffe des ehemaligen algerischen Aussenministers. Um die Bestechungsgelder zwischen den Ländern hin und her zu schieben hat bediente Bedjaoui sich eines Netzes von Briefkastenfirmen, das Ihm half die Transaktionen zu schützen. Das zumindest behaupten Italienische Beamte. Zwölf dieser Firmen wurden von Mossack Fonseca (Panama-Papers) gegründet, der Anwaltskanzlei, die im Zentrum des Panama Papers Skandals steht. Der grenzübergreifende Bestechungsskandal ist einer in Dutzenden bei denen von Mossack Fonseca gegründete Firmen eine Rolle in ÖL, Gas und anderen Geschäften gespielt haben und öffentliche Anschuldigungen der Steuerhinterziehung, Korruption, Umweltzerstörung und anderes Fehlverhalten unterstreichen. Das ICIJ hat in seinen Untersuchungen im Rahmen der Panama Papers 37 Unternehmen identifiziert, die in Gerichtsverfahren mit Bezug  zu natürlichen Ressourcen in Afrika im Zusammenhang mit den Panama-Papers genannt wurden.

Wissen über Afrika Testen

Testen Sie in diesem interaktive Spiel, Ihr Wissen über Afrika Africa und finden Sie heraus, wie die Nutzung von Briefkastenfirmen die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents beeinflusst. Bspw. werden jährlich 50 Milliarden Dollar an Entwicklungshilfe nach Afrika überwiesen, aber ungefähr der gleiche Betrag mit Hilfe von Briefkastenfirmen wieder aus den Ländern herausgesogen. Briefkastenfirmen spielen dabei eine wichtige Rolle. Nicht nur der Handel mit Rohstoffen ist betroffen auch der Tourismus in Afrika, der in den letzten Jahren extrem gewachsen ist, ist betroffen. So verschaffen, wie bekannt wurde, einige Safari Veranstalter ihre Gewinne zu Briefkastenfirmen auf den Britischen Jungferninseln oder der Isle of Man.